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Gute Erfahrungen mit Potsdam - WAZ vom 03.11.2017

Die SGS Essen ist vor dem Heimspiel gegen den Top-Klub in einer Topform. Platz fünf sieht Kraus als „schöne Momentaufnahme“.
Nach Essen kommt Turbine Potsdam in letzter Zeit nicht allzu gerne. Seit mehr als drei Jahren sind die Bundesliga-Fußballerinnen der SGS gegen den Top-Klub nun schon ungeschlagen. Die zurückliegenden Gastspiele möchten die Brandenburgerinnen am liebsten aus der Erinnerung streichen: In der Vorsaison kam Potsdam nicht über ein 1:1 hinaus und ließ zwei Punkte liegen, die dafür sorgen, dass Turbine die Champions League aktuell vor dem Fernseher verfolgen muss.

Nicht weniger schmerzhaft war die Niederlage im DFB-Pokal vor vier Jahren, als der Favorit lange mit 2:0 führte, sich aber nach einer fulminanten Schlussphase noch mit 2:3 geschlagen geben musste. Für die Essenerinnen ging es anschließend bekanntlich bis ins Finale.

SGS einen Rang vor den Gästen

Am Sonntag (14 Uhr, Hafenstr.) ist Potsdam erneut bei der SGS zu Gast und trifft auf eine SGS in Topform. Die vergangenen vier Pflichtspiele hat die Mannschaft von Trainer Daniel Kraus allesamt gewonnen.

In der Tabelle hat sich Schönebeck bis auf Platz fünf vorgeschoben – einen Rang vor Potsdam. „Eine schöne Momentaufnahme“, findet Kraus. In Potsdam dagegen ist der Motor ein wenig ins Stocken geraten. Zwar sind die Gäste bislang noch unbesiegt, nach zwei Siegen zum Auftakt setzte es zuletzt aber vier Remis in Serie. Allerdings teils auch gegen Hochkaräter: Frankfurt, Wolfsburg und Freiburg. Hinzu kommt aber auch ein 1:1 gegen Aufsteiger Werder Bremen – Essens Achtelfinalgegner im DFB-Pokal.

Angriff der Potsdamerinnen ist prominent besetzt

„Ich denke, dass sich die Zuschauer auf ein gutes und interessantes Spiel freuen können. Beide Teams spielen strukturiert nach vorne und verteidigen mit viel Leidenschaft“, so Kraus. Auf die Essener Defensive dürfte viel Arbeit zukommen. In den Nationalspielerinnen Svenja Huth und Tabea Kemme ist Turbine im Angriff prominent besetzt. Vor allem Huth, die für Deutschland zuletzt noch an der Seite von Essens Lea Schüller stürmte, ist für ihre Schnelligkeit bekannt.

Über die verfügt die SGS-Innenverteidigung in Form von Sara Doorsoun ebenfalls. Die zuletzt allseits gelobte Marina Hegering dürfte sich dem Duell mit Kemme stellen, die bisher schon drei Mal traf. Aber neben großen Namen bietet der Gast auch dem Nachwuchs alle Möglichkeiten. „Man findet bei Potsdam eine gute Mischung von jungen und talentierten sowie erfahrenen Spielerinnen“, bestätigt Kraus. Allerdings ist die Philosophie, die einst Trainer-Urgestein Bernd Schröder geprägt hat, unverändert: „Sie sind bekannt für ihre physische Spielweise, gepaart mit viel Tempo.“

Lea Schüller hofft auf Fortsetzung der Serie

Allerdings kann auch da die SGS mittlerweile Paroli bieten. Mehr noch, denn Angreiferin Lea Schüller verspricht: „Wir wollen unsere Serie gegen Turbine nicht reißen lassen. Deswegen werden wir alles geben, um unseren Platz in der Tabelle vor Potsdam zu verteidigen.“ Lediglich Ramona Petzelberger, Nina Brüggemann und Kirsten Nesse können dabei verletzungsbedingt nicht mithelfen. Zumindest bei ersterer ist das Ende der Leidenszeit nach ihrer hartnäckigen Sprunggelenksverletzung aber immer mehr absehbar.

Von Benedikt Burgmer

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