Aktuelles rund um die Mannschaften

Linda Dallmann ein Glücksfall für SGS - WAZ vom 14.10.2017

Linda Dallmann (SGS Essen)

Herausragend, aber nicht abgehoben: So präsentierte sich Linda Dallmann, die Nummer zehn der SGS, in dieser Saison. Zwei Tore und zwei Vorlagen nach vier Spieltagen in der Frauenfußball-Bundesliga sprechen für sich. Dazu netzte Essens Kreative zuletzt auch im Pokal dreimal ein. Und doch bleibt sie bescheiden. „Linda hebt sich nicht selbst von den anderen Spielerinnen ab“, erklärt SGS-Trainer Daniel Kraus. Die Nationalspielerin ist bodenständig und für die SGS ein Glücksfall.

Herausragend, aber nicht abgehoben: So präsentierte sich Linda Dallmann, die Nummer zehn der SGS, in dieser Saison. Zwei Tore und zwei Vorlagen nach vier Spieltagen in der Frauenfußball-Bundesliga sprechen für sich. Dazu netzte Essens Kreative zuletzt auch im Pokal dreimal ein. Und doch bleibt sie bescheiden. „Linda hebt sich nicht selbst von den anderen Spielerinnen ab“, erklärt SGS-Trainer Daniel Kraus. Die Nationalspielerin ist bodenständig und für die SGS ein Glücksfall.

Als 16-Jährige kam sie 2010 von Bayer Leverkusen nach Essen. Und damals erkannte die Kapitänin Melanie Hoffmann Dallmann sofort als ihre designierte Nachfolgerin an. Drei Jahre später beendete Hoffmann ihre Karriere und gab ihre Position im Mittelfeldzentrum und ihre Rückennummer zehn an Dallmann weiter. Selbst auf den offiziellen Mannschaftsfotos sitzt die mittlerweile 23-Jährige rechts vorne – genau wie zuvor Hoffmann.

„Ich bin froh über die Qualität, die sie in die Mannschaft bringt“, lobt Kraus. „Ihre aktuelle Form ist die Belohnung für ihre tägliche Arbeit.“ Denn Dallmann ist keine Spielerin, die sich auf ihrem Talent ausruht, sondern regelmäßig Sonderschichten schiebt. „Sie hat klare Ziele und arbeitet daran auch nach dem Training“, berichtet ihr Trainer.

„Man sieht in dieser Saison klar, dass Linda mehr Zug zum Tor hat. Das macht sie noch einmal variantenreicher und ist ein weiteres Puzzle-Teil in ihrer Entwicklung“, so Kraus. In vier Liga-Spielen traf die „mit Dutt“ 1,58 Meter große Spielmacherin zweimal. Zum Vergleich: In den beiden vorangegangenen Spielzeiten kam sie insgesamt nur auf drei Tore. Und diese Marke würde Dallmann am liebsten schon am Sonntag (14 Uhr, Hafenstr.) gegen USV Jena knacken.

Die Chancen stehen gut. Denn die Thüringerinnen liegen mit nur einem Punkt auf dem zehnten Platz und sind nach dem Verlust einiger Stammkräfte vor Saisonbeginn ein Abstiegskandidat. Allerdings einer mit Erfahrung auf diesem Gebiet. „Ich denke schon, dass sie auf drei Punkte aus sein werden. Die Tabellensituation macht das nötig“, sagt Kraus vor dem Duell mit seinem Ex-Klub. Das würde seiner Elf in die Karten spielen, die erstmals zu Hause punkten möchte.

Von Benedikt Burgmer

Zurück