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SGS Essen liefert bärenstarkes Heimspiel und gewinnt mit 6:0 - WAZ vom 15.10.2017

Es war ein Tag wie gemalt für die Fußballerinnen der SGS Essen. Gegen seinen ehemaligen Club aus Jena feiert Trainer Daniel Kraus ein Schützenfest.

Es war ein Tag wie gemalt für die Fußballerinnen der SGS Essen. Bei bestem Fußballwetter feierte die Mannschaft von Trainer Daniel Kraus an der Hafenstraße einen 6:0 (4:0)-Kantersieg gegen den FF USV Jena, an dem nicht nur die Zuschauer Freude hatten. „Wir hatten mega Spaß, wir wollten einfach zocken“, sagte Doppeltorschützin Irini Ioannidou nach dem Abpfiff mit einem Lächeln im Gesicht. Die Verteidigerin freute sich über den ersten Heimsieg der Saison und eine starke Leistung der SGS.

Zwar stolperten die Essenerinnen in die Partie und fanden in der Offensive zunächst nur selten eine Mitspielerin, doch wenn der Ball dann auf den richtigen Weg gebracht wurde, brannte es lichterloh im Jenaer Strafraum: Die Vollendung zum 1:0 durch Ioannidou war die logische Folge einer schnellen Kombination über Ina Lehmann und Lea Schüller, die im Strafraum die mitgelaufene Außenverteidigerin mustergültig bediente. Die SGS machte richtig Dampf und baute Druck auf. Jena kam kaum hinterher und bekam die pfeilschnellen Essener Spielerinnen nicht in den Griff. So auch nicht beim 2:0, das Jana Feldkamp für die starke Antreiberin Linda Dallmann vorbereitete. Den Ball über die Linie gedrückt hat dann aber Shannon Woeller – über die eigene.

Linda Dallmann erweist sich als gute Vorbereiterin

Während die SGS den zweiten Treffer bejubelte, bildeten die Thüringerinnen einen Kreis und tauschten Meinungen aus. Worüber genau, ist fraglich, taktische Dinge können es jedenfalls nicht gewesen sein. Denn die Gastgeberinnen schenkten ihren Gästen durch Feldkamp und Nicole Anyomi direkt noch zwei weitere Treffer ein. Dabei zeigte sich Dallmann als sehr gute Vorbereiterin, denn das Tor von Anyomi legte sie völlig uneigennützig auf – sie hätte auch selbst schießen können.

Diese Situation war sinnbildlich für die Partie. Das Spiel der Schönebeckerinnen harmonierte mittlerweile viel mehr, als noch zu Beginn. Die Pässe kamen an und mit dem hohen Tempo der SGS konnte Jena nicht mithalten. Auch nach der Pause fiel dem USV kaum etwas in der Offensive ein, Essens Torhüterin Lisa Weiß konnte die Zeit in der Sonne genießen. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels hat die SGS die Kontrolle abgegeben.

Zwar schaltete sie im zweiten Durchgang einen Gang herunter, Tore fielen trotzdem. Nach einem Foul an Feldkamp trat Ioannidou zum fälligen Elfmeter an und hatte Glück, dass USV-Torhüterin Justien Odeurs ihren Schuss abprallen ließ. Den Abstauber nutzte die Essenerin eiskalt.

Trainer Daniel Kraus gab seinen Ersatzspielerinnen Einsatzzeiten und die eingewechselte Sarah Freutel konnte sich schließlich auch in die Torschützenliste eintragen. Es lief wie von alleine für die SGS, bei der schließlich noch Alida Dzaltur aus der eigenen Jugend zu ihrem Bundesliga-Debüt kam.

„Ich bin natürlich extrem glücklich über den Erfolg“, sagte Kraus nach der Begegnung. Und Irini Ioannidou ergänzte: „Der Heimsieg tut uns sehr gut. Auswärts waren wir zuletzt stärker als zuhause. Und jetzt wollten wir zeigen, dass wir es hier genau so gut können.“

SGS Essen - FF USV Jena 6:0 (4:0)

SGS: Weiß - Klasen (85. Dzaltur), Doorsoun, Hegering, Ioannidou - Feldkamp, Wilde, Lehmann, Schüller (80. Radke) - Dallmann - Anyomi (67. Freutel). Tore: 1:0 Ioannidou (17.), 2:0 Woeller (36./Eigentor), 3:0 Feldkamp (38.), 4:0 Anyomi (40.), 5:0 Ioannidou (59.), 6:0 Freutel (85.).

Schiedsrichterin: C. Weigelt (Leipzig).

Zuschauer: 1061.

Von Joshua Windelschmidt

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