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Tabellenführer Turbine Potsdam zu Gast bei der SGS Essen - WAZ vom 31.03.2017

Gegen die Top-Mannschaften der Bundesliga konnte die SGS Essen in dieser Saison erst einmal punkten. Sonntag kommt Spitzenreiter Portsdam.

Einen Beweis ist die SGS in dieser Saison schuldig geblieben. Gegen die Spitzenmannschaften der Frauenfußball-Bundesliga konnte die Elf von Trainer Daniel Kraus zwar einige Male ganz ordentlich mithalten, gepunktet haben die Essenerinnen aber gegen die Top vier erst einmal beim 2:2 in Frankfurt. Ansonsten zahlte Schönebeck gegen Turbine Potsdam, den VfL Wolfsburg, Bayern München und zuletzt auch im Rückspiel gegen Frankfurt viel Lehrgeld.
Potsdam ist überraschend an die Spitze zurückgekehrt

Am Sonntag (14 Uhr) nimmt die SGS den nächsten Anlauf: Tabellenführer Potsdam ist an der Hafenstraße zu Gast und steht dabei nicht weniger unter Druck. Im Jahr eins nach Trainer-Legend Bernd Schröder ist Turbine überraschend zurück in der Liga-Spitze und thront dort oben quasi seit Saison-Beginn. Es winkt ein Titel, den man der Mannschaft nicht unbedingt zugetraut hatte. Denn zum Ende der Schröder Amtszeit hatte man sich aus der Spitzengruppe fast schon verabschiedet.

Allerdings verspricht die Rückrunde noch einiges an Spannung, denn Wolfsburg sitzt Potsdam mit nur zwei Punkten im Nacken. Die SGS könnte also am Sonntag für eine Wachablösung sorgen. Im Hinspiel hätten die Essenerinnen noch selbst die Spitzenposition übernehmen können und sind mit entsprechendem Tatendrang angereist. Doch nach zehn Minuten setzte es die kalte Dusche: Vanessa Martini musste wegen einer Notbremse frühzeitig vom Feld.
Svenja Huth war im Hinspiel nicht zu bremsen

Und der folgende Freistoß war dann auch noch drin. Am Ende gewann Potsdam in Überzahl souverän mit 2:0. Spielentscheidend waren die Duelle mit Angreiferin Svenja Huth, die die SGS nicht in den Griff bekam. Das 2:0 erzielte Huth selbst, beim ersten Treffer war sie die gefoulte Spielerin und damit auch beteiligt. Mit ihrer Geschwindigkeit hatten die Essenerinnen Probleme und im Laufduell dürften die Verteidigerinnen auch Sonntag kaum mithalten können.

Wichtig erscheint daher, im Mittelfeld genügend Druck auf die ballführende Spielerin auszuüben oder aber defensiv deutlich tiefer zu stehen. Letzteres kollidiert jedoch mit der Spielphilosophie von Essens Trainer Kraus. Pressing und ein schnelles Umschaltspiel – dafür steht er. Und das auch mit beachtlichem Erfolg. Denn selbst wenn die Punkteausbeute gegen die Liga-Spitze überschaubar ist: Die SGS hat noch kein Spiel gegen eine Mannschaft ab Rang fünf verloren.
Personalsituation an der Ardelhütte entspannt sich etwas

Personell sieht es allmählich wieder besser aus an der Ardelhütte: Charline Hartmann kehrt nach abgesessener Gelb-Sperre in die Mannschaft zurück, Kapitänin Ina Lehmann und Nina Brüggemann feierten zuletzt in Gladbach nach überstandenen Verletzungen ihr Startelf-Comeback. Seit dieser Woche trainiert auch Lea Schüller wieder mit der Mannschaft. Sie soll nach ihrer Knieverletzung aber langsam aufgebaut werden und wird nicht im Kader stehen.

Von Benedikt Burgmer

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