Die Rekordspielerin geht – Jacqueline Meißner verlässt die SGS

Eine SGS Essen ohne Jacqueline Meißner war eigentlich nie wirklich denkbar. Doch nun steht genau dieses Szenario bevor. Nach 15 Jahren werden sich die Wege Meißners und der SGS im Sommer trennen. Erstmals seit dem Jahr 2011, in dem sie von der SG Lütgendortmund nach Essen gewechselt war, wird die langjährige Kapitänin damit nicht mehr im Kader der Lila-Weißen stehen.

Meißner verlässt die SGS als lebende Legende. Ihr Debüt feierte sie am ersten Spieltag der Saison 2011/2012 und ist seit mittlerweile vielen Jahren aus der Startelf kaum wegzudenken. Mit ihren 327 Spielen für den Verein ist sie unangefochtene Rekordspielerin, durchlebte alle sportlichen Höhen und Tiefen, stand in zwei Pokalendspielen und führte die Mannschaft seit einigen Jahren als Kapitänin aufs Feld. Nun heißt es nach der langen gemeinsamen Zeit schweren Herzens Abschied nehmen, auch wenn es sich für Meißner selbst nach der langen Zeit in Essen-Schönebeck noch gar nicht danach anfühlt.

„Ein richtiges Abschiedsgefühl habe ich noch nicht. Wahrscheinlich wird mir der Schritt erst bewusst, wenn ich nicht mehr nach Essen fahre. Ich bin der SGS unglaublich dankbar, dass sie mich damals als junges, eher schüchternes Mädchen aufgenommen und mir die Chance gegeben hat, meinen Weg zu gehen. Der Anfang war nicht immer einfach, aber ich habe hart gearbeitet, an mich geglaubt und mich Schritt für Schritt durchgesetzt, bis ich schließlich Stammspielerin wurde.“

Trotzdem blickt die 32-Jährige bereits gerne zurück auf ihre Zeit in lila-weiß. „In 15 Jahren durfte ich so viele besondere Momente erleben. Von unvergesslichen Pokalspielen über emotionale Siege bis hin zu schwierigen Phasen, die wir gemeinsam durchgestanden haben – all das hat mich geprägt. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, Freundschaften geschlossen und Erinnerungen gesammelt, die für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.“

Auch Daniel Kraus, der Meißner auch noch aus seiner dreijährigen Amtszeit als Trainer bei der SGS kennt und heute sportlicher Leiter des Vereins ist, fällt der Abschied von der Vereinslegende nicht leicht. „Jaci gebührt ein großer Dank für so viele Jahre als Leistungsträgerin bei der SGS. Mit ihrer Dynamik und Schnelligkeit hat sie unseren Teams über viele Saisons hinweg ihren Stempel aufgedrückt und ist über die Jahre zu einem Gesicht der SGS geworden. Für ihre neue Herausforderung wünschen wir ihr alles Gute und viel Erfolg.“

Trotz des Abschieds wird Meißner der SGS auch weiterhin verbunden bleiben. „Natürlich werde ich die SGS weiterverfolgen und gespannt beobachten, wie sich die Mannschaft entwickelt. Zum Schluss danke ich allen Verantwortlichen, Ehrenamtlichen und Fans von Herzen für ihre Unterstützung über all die Jahre. Auch wenn wir den Klassenerhalt nicht geschafft haben, wünsche ich dem Verein für die Zukunft nur das Beste. Ich hoffe, dass die positive Entwicklung weitergeht und alle weiterhin mit Leidenschaft für das kämpfen, was sie lieben.“

© SGS-Bericht

Last update: 09.06.2026 12:38

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Last update: 20.02.2020 - 21:42