Frohnatur Ella Emilie Touon Mbenoun - Schweizer Nationalspielerin begeistert und reißt mit

Geboren ist sie in Düsseldorf. Aufgewachsen in Lachen am Zürichsee. Zuhause ist sie auf der linken Außenbahn der SGS. Die Schweizer Nationalspielerin ist eine Frohnatur, die die Menschen um sie herum begeistern und mitreißen kann. Ihr fröhliches Lachen unter ihrem Wuschelkopf ist einfach ansteckend. Es zeigt ihre positive Einstellung zum Leben: „Ich würde sagen, dass ich eine relativ offene Person bin und versuche, dass sich möglichst alle wohlfühlen.“ Mit alle meint Ella ihre Familie, ihre Mitspielerinnen und ihre Trainer:innen, aber auch die Fans und Zuschauer gerade im Stadion an der Hafenstraße.

Wichtiger Bestandteil des Teams

Für unseren Trainer Markus Högner ist Ella trotz ihres noch jungen Alters aus dem Team gar nicht mehr wegzudenken: „Sie ist eine echte Malocherin, die sehr gut ins Ruhrgebiet und besonders nach Essen passt. Ella ist eine Spielerin, auf die Du als Trainer 100% zählen kannst. Sie zeichnet sich besonders durch ihre Top-Einstellung aus, egal ob im Training oder im Spiel. Das zeigt, dass sie trotz ihres noch jungen Alters mental sehr stark ist. Sie lässt sich weder durch negative Dinge, die sie selbst betreffen, noch die um sie herum passieren, in irgendeiner Art beeinflussen lässt.“

Das honorieren auch die Zuschauer im Stadion Essen immer wieder mit großem Applaus, wenn die gerade mal 1,57 m große Frohnatur die linke Seite im SGS-Spiel rauf und runter läuft: „Sie beackert die linke Außenbahn unermüdlich. Durch ihre Technik kann sie gute Flanken sowohl aus dem Halbfeld schlagen als auch von der Grundlinie z.B. in den Rücken der Abwehr und damit unsere Stürmerinnen entsprechend füttern“, beschreibt ihr Trainer ihr Spiel: „Sie ist immer auf die Sache fokussiert und gibt Gas. Egal, wieder Gegner heißt oder welches Wetter gerade ist.“

Ella Touon will sich durchsetzen

Leider konnte Ella aufgrund einer Verletzung bei der diesjährigen EM in England, bei der die Schweiz zum zweiten Mal nach 2017 teilnahm und in der starken Vorrunde als Tabellendritter ausschied, nicht dabei sein. EM und WM bleiben aber ebenso ein Ziel der gerade einmal 19 Jahre alt gewordenen jungen Frau wie die Bundesliga: „Hier möchte ich mich so schnell wie möglich etablieren. Dann kommen die nächsten Schritte von ganz alleine, wenn ich gesund bleibe“, so Ella über ihre sportlichen Ziele. Und wie sieht es privat aus? Und jetzt setzt sie wieder ihr strahlendes Lächeln auf: „Im Leben immer die Dinge tun zu können, die mir Spaß machen.“ Dazu gehören unter anderem tanzen, mit Freunden unterwegs zu sein und Gitarre zu spielen.

Die Dinge richtig einordnen

Zu den sportlichen Highlights in Ellas Leben gehören – natürlich – ihr erstes Bundesligaspiel für die SGS und ihr Debüt die Schweizer Nationalmannschaft. Nach mehreren Nominierungen war es 21. September 2021 endlich soweit: Im WN-Qualifikationsspiel gegen die Republik Moldau stand Ella Touon erstmals für ihr Land auf dem Platz und trug über 60 Minuten zur starken Defensive beim 6:0-Erfolg der Schweizerinnen bei. Die SGS hatte eine weitere Nationalspielerin in ihren Reihen. Für ihren Klub kam sie erstmals am 4. Oktober 2020 im Spiel gegen Bayern München zum Einsatz, als sie in der 80. Minute für Jaqueline Klasen eingewechselt wurde.

Markus Högner abschließend: „Wir sind sehr froh, dass wir Ella, die ja auch bei uns im Internat war, in unseren Reihen haben. Ich wünsche ihr, dass sie nach ihrer Verletzung in absehbarer Zukunft wieder Teil der Schweizer Nationalmannschaft sein wird.“

Dann wäre nur noch die Frage zu klären, wo es schöner ist – am Zürichsee oder am Baldeneysee? Auch dazu hat Ella Touon eine klare Meinung: „Die Schweiz ist schöner. Aber hier sind die Leute direkter und man ist hier viel schneller in ganz vielen Städten.“ Scheint, dass sie sich wohlfühlt ...

© SGS-Bericht

 

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Last update: 20.02.2020 - 21:42