Interview mit SGS-Spielerin Maria Cristina Lange

Seit Anfang der Saison 2019/20 läuft die gebürtige Berlinerin Maria Cristina („Nina“) Lange für die Ruhrstädterinnen im Trikot der SGS Essen auf. „Nina“ Lange kam von der Bundesligareserve der VfL Wolfsburg Frauen an die Ardelhütte und feierte im November 2017 ihr Debüt in der 2. Bundesliga. Die offensive Mittelfeldspielerin stand bisher in 15 Begegnungen der FLYERALARM Frauen-Bundesliga für die SGS auf dem Platz und erzielte in der Begegnung gegen den SC Freiburg ihren ersten Bundesligatreffer.

KS: Hey Nina, vielen lieben Dank, dass du dir Zeit nehmen konntest für dieses Treffen. Als erstes, gratuliere ich dir nachträglich recht herzlich zu deinem 20. Geburtstag. Ich hoffe, dass du trotz der Corona-Pandemie ein wenig feiern konntest. Mich interessiert natürlich, wie bist du mit der SGS Essen in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga angekommen? Hast du Schwierigkeiten gehabt, dich von der 2. Liga auf die 1. Liga umzustellen?

NL: Hey Kay, vielen Dank für die Glückwünsche. Ja, ich zelebriere tatsächlich am liebsten mit meiner Familie, was auch der Fall war. Ich hab es in vollsten Zügen genossen. Nun zur wichtigeren Frage. Natürlich ist der Unterschied zwischen den beiden Ligen, vor allem physisch, nicht zu unterschätzen. Durch die intensiven Trainingseinheiten sowie zusätzliche Individual- und Fitnesseinheiten, kommen ich meinem Ziel immer näher und kann bereits jetzt einen enormen Unterscheid zum letzten Sommer feststellen.

KS: Stichwort „Corona“: Durch die Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebs, findet natürlich kein Mannschaftstraining statt. Was machst du, um dich fit zu halten? Bist du im Fitnessstudio, das seit Montag wieder geöffnet haben darf?

NL: Die Zeit, in der wir überhaupt nicht auf den platzt durften, war ich glücklicher im Süden von Bayern, wo die ein oder andere freie Rasenfläche zum Fußballspielen vorhanden war. Die habe ich auch genutzt. Das Krafttraining war gut zu Hause, zu erledigen. Und die Läufe vom Verein habe ich im Wald absolviert. Jetzt können meine Teamkolleginnen und ich aber wieder ins Fitnessstudio und dort fleißig weiterarbeiten.

KS: Die aufgrund der Corona-Krise unterbrochene Saison in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga könnte – vorbehaltlich der entsprechenden behördlichen Verfügungslagen – am 29. Mai fortgesetzt werden. Fieberst du und dein Team bereits dem Restart entgegen, auch wenn es wahrscheinlich „Geisterspiele“ werden? Würde es für euch schwerer werden, wenn ihr auf eure treuen Fans verzichten müsst?

NL: Den Spielbetrieb fortzusetzen und dabei auf unsere Fans zu verzichten, scheint unvorstellbar. Dennoch ist es eine unerlässliche Maßnahme, um die Gesundheit aller zu schützen. Natürlich, spielt es sich besser, wenn man laute Gesänge auf den Rängen hört, was sich auch auf der Heimtabelle wiederspiegelt. Man sieht deutlich, dass die Fans einen enormen Beitrag zum Erfolg des Teams leisten.

KS: Welche sportlichen Ziele hast du dir für die restliche Saison vorgenommen? Was kann und will deine Mannschaft noch erreichen?

NL: Aufgrund der speziellen Situation, ist es sehr schwer einzuschätzen, was sportlich alles gehen könnte. So viele Faktoren spielen eine Rolle, die in meinem Kopf gar nicht zu sortieren sind. Deshalb kann ich leider wenig dazusagen.

Nochmals herzlichen Dank Nina, für dieses kurzfristig anberaumte Treffen und viel Erfolg dem Team in Meisterschaft und Pokal. Dir persönlich wünsche ich eine tolle Saison und das du von Verletzungen verschont bleibst. #StayHome & #BleibGesund

© Kay Schuler/SGS Essen

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Last update: 20.02.2020 - 21:42