Niederlage trotz hartem Kampf in Bremen
Die SGS musste im Bundesligaduell beim SV Werder Bremen die dritte Niederlage in Serie hinnehmen. Nach einer intensiven und umkämpften Partie verloren die Essenerinnen letztlich knapp mit 1:2 (0:0).
Gleich in der vierten Spielminute mussten die Lila-Weißen die erste schlechte Nachricht verdauen, als sich Laureta Elmazi nach einem Dribbling ans Knie fasste und ausgewechselt werden musste.
Abgesehen davon entwickelte sich eine ausgeglichene erste Halbzeit, in der die SGS den Gegner etwas kommen ließ und selbst versuchte, mit offensiven Nadelstichen gefährlich zu werden. Die erste Gelegenheit bot sich dann per Standardsituation. Ella Touon schlenzte den Ball scharf aufs Tor, doch Bremens Keeperin Mariella El Sherif kratzte ihn aus dem Winkel.
Wirklich große Torgelegenheiten waren ansonsten Mangelware. Paulina Platner und Natasha Kowalski versuchten es jeweils aus großer Distanz, konnten das Werder-Tor damit aber nicht gefährden. Die beste Möglichkeit für die Gastgeberinnen hatte Maja Sternad kurz vor dem Pausenpfiff, doch Luisa Palmen im Essener Tor war auf dem Posten und parierte stark.
Auch nach dem Seitenwechsel stand die SGS-Abwehr zunächst sehr kompakt. Bis zur 55. Minute, in der sich Mara Alber auf der linken Seite durchsetzte und die Kugel zum 1:0 für die Bremerinnen versenkte. Keine zehn Minuten später konnte Lina Hausicke per Kopf das 2:0 nachlegen.
Die SGS gab aber noch lange nicht auf und brauchte ihrerseits nur wenige Minuten, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Beke Sterner flankte von links in den Strafraum, wo Ramona Maier zum Kopfball kam und auf 2:1 verkürzte.
Es folgte eine gute Phase der Schönebeckerinnen, die nun alles investierten, um noch zum Ausgleich zu kommen. Einen gefährlichen Fernschuss von Vanessa Fürst konnte El Sherif aber sehenswert entschärfen.
In der 74. Minute hätte der SVW den Deckel drauf machen können, doch Palmen parierte einen Versuch von Hausicke aus elf Metern sensationell mit dem Fuß. Wenig später wurde Kowalski im Bremer Strafraum klar gefoult, der Elfmeterpfiff blieb aber genauso aus, wie wenig später bei einem Bremer Handspiel im Sechzehner.
Kurz vor Spielende war es erneut Palmen, die im eins gegen eins mit Alber überragend klären konnte. Den Nachschuss von Hausicke kratzte Lena Ostermeier von der Torlinie. Die letzte Chance der Partie hatte die eingewechselte Leonie Köpp, die den Ball 16 Metern vor dem Tor per Volley aber nicht richtig traf und ihn weit am Tor vorbei beförderte. So blieb es bei der knappen Niederlage.
„Die Mädels haben alles reingeworfen und vieles umgesetzt, was wir uns vorgestellt hatten“, meinte eine enttäuschte Trainerin Heleen Jaques nach der Partie. „Wir standen in der ersten Halbzeit sehr gut und haben quasi nichts zugelassen. Auch in die zweite Hälfte kommen wir gut rein, bekommen dann aber ein Gegentor, was so nicht fallen darf und kurze Zeit später direkt das zweite. Wir haben dann nochmal alles versucht, sind auch zu Torchancen gekommen und müssen mindestens einen klaren Elfmeter bekommen. Leider hat es heute nicht geklappt, aber wir schauen weiter nach vorne und werden bis zum Ende der Saison alles geben!“
Weiter geht es für die Essenerinnen nur am Ostermontag mit dem DFB-Pokal Halbfinale in München. Nach der darauffolgenden Länderspielpause steht dann das Duell mit dem Tabellenschlusslicht Carl Zeiss Jena an.
SGS Essen:
Luisa Palmen - Julie Terlinden (75. Maria Agerholm Olsen), Vanessa Fürst, Ramona Maier, Natasha Kowalski (87. Shari van Belle), Laureta Elmazi (9. Maike Berentzen, 86. Leonie Köpp), Lena Ostermeier, Beke Sterner, Julia Debitzki (75. Laura Pucks), Paulina Platner, Ella Touon
Spielzusammenschnitt auf YouTube - sky sport
Spielplan der ERSTEN
© SGS-Bericht
Last update: 29.03.2026 18:24
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