Punkteteilung im 6-Punkte-Spiel - 0:0 eher ein Vorteil für die SGS

Klar, es ist noch relativ früh in der Saison. Das letzte Spiel in der Hinrunde muss die SGS kommenden Sonntag in Duisburg erst noch spielen. Und heute stand in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga die Begegnung gegen Werder Bremen auf dem Spielplan. Aufgrund der Tabellenkonstellation ein sogenanntes 6-Punkte-Spiel. Am Ende trennten sich beide Mannschaften 0:0. Ein Punkt, mit dem Trainer Markus Högner besser leben konnte als Bremens Trainer Thomas Horsch, der seine Enttäuschung in der anschließenden Pressekonferenz auch klar zum Ausdruck brachte: „Das war zu wenig von uns. Am Ende müssen wir mit dem Punktgewinn ja noch zufrieden sein.“

Markus Högner war auch eher enttäuscht, nahm den Punktgewinn aber gerne mit: „Wenn wir uns die Entwicklung gerade in den letzten Wochen ansehen, dann hätten wir gerne heute gewonnen“, so der Coach in der Pressekonferenz: „Gegen Potsdam und im Pokal gegen Werden Bremen waren wir erfolgreich und auch in München haben wir beim 0:2 ein gutes Spiel gemacht (Anmerkung der Redaktion: Der zweite Münchener Treffer fiel erst in der 90. Minute). Dann muss man auf dem Weg, auf dem wir uns befinden, auch mal mit einem Teilerfolg zufrieden sein.“ Wobei der Trainer klar stellte, dass er sein Team das Spiel dominieren sah.

Bremen begann druckvoller

Werder hatte am Anfang mehr vom Spiel und erspielte sich in Minute sieben und vierzehn erste zarte Chancen. Die SGS-Defensive hatte mehr Mühe als geplant. Aber klar: Bremen musste ja auch kommen. Die Grün-Weißen brauchten die Punkte nach nur zwei Unentschieden in den bisherigen Saisonspielen deutlich dringender als unser Team. Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr kam die SGS in der Partie an. Ohne jedoch eine wirkliche Torchance zu haben. Die 1.017 Zuschauerinnen und Zuschauer, die trotz Eiseskälte am 2. Adventssonntag ins Stadion an Hafenstraße gekommen waren und das Team wieder stimmungsvoll unterstützten, mussten bis zur 30. Minute auf die erste Torchance warten. Ramona Maier setzte Antonia Baaß in Szene, deren Torschuss jedoch kein Problem für Bremens Torhüterin war.

Sieben Minuten vor Halbzeit dann die bis dahin größte Möglichkeit der Gastgeberinnen. Doch Bremens Lührßen rettete knapp vor Antonia Baaß. Aber noch war keine Pause. Und so musste die SGS noch einen Schreckmoment überstehen, als Hausicke nach einer flachen Hereingabe nur den Außenpfosten traf.

Drei Wechsel zur zweiten Halbzeit

SGS-Trainer Markus ging zu Beginn der zweiten Halbzeit ein erhöhtes Risiko und wechselte gleich drei Mal: Neben Vivien Endemann mussten die gelbvorbelasteten Anja Pfluger und Ella Touon in der Kabine bleiben. Dafür kamen Nina Räcke, Annalena Rieke und Katharina Piljić in die Begegnung.

Nina Räcke hatte das zweifelhafte Vergnügen, gleich mal auf beiden Seiten für Spannung zu sorgen. Erst setzte sie in der 50. Minuten einen Kopfball an den gegnerischen Pfosten und fast im Gegenzug leitete sie mit einem Fehlpass einen gefährlichen Konter der Bremerinnen ein. Doch Sternad scheiterte an Sophia Winkler.
Eine Szene, die bezeichnend für das ganze Spiel war. Gute Ansätze, aber am Ende zu harmlos. Aber beide Teams mühten sich weiter. Und hofften auf den Lucky Punch. Die SGS sollte ihn von Schiedsrichterin Riem Hussein bekommen. Denn die pfiff einen Elfmeter, der eine große Diskussion auslöste. Ob berechtigt oder nicht, die kurz vorher eingewechselte Natasha Kowalski schnappte sich den Ball trat an und traf nur die Latte. So blieb es am Ende bei der Punkteteilung.

Blick geht nach Duisburg

Markus Högner richtete den Blick gleich auf das letzte Spiel des Jahres am Sonntag beim MSV Duisburg: „Die Duisburger spielen als Aufsteiger eine sehr gute Saison. Wir wollen aber unseren Weg weiter fortsetzen, in der Woche gut trainieren und dann mit einem Erfolg aus der Nachbarstadt wieder nach Hause zurückfahren.“

SGS Essen:
Winkler – Touon (46. Räcke), Ostermeier, Meißner, Sterner – Debitzki (82. Kowalski), Pfluger (46. Piljić) – Elmazi, Endemann (46. Rieke), Baaß (61. Berentzen) – Maier

Zuschauer: 1017
Tore: Fehlanzeige
Besonderes Vorkommnis: Kowalski verschießt einen Handelfmeter (87.)

© SGS-Bericht

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Last update: 20.02.2020 - 21:42